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Kurzfristige Ma?nahmen führen zu hohen langfristigen Kosten

Staaten und Unternehmen sind sehr unterschiedliche Organisationen. Sie haben jedoch eines gemein. Die Entscheidungsträger von Unternehmen wie die von Staaten reagieren auf Anreize. Diese Lektion lernt jeder Student der Volkswirtschaftslehre im ersten Semester. Die in den letzten Jahren ergriffenen Maßnahmen ignorieren diese einfache Lektion.

Anstatt unverantworliches Verhalten von Finanzinstituten und Staaten zu bestrafen, wird es geduldet und die Steuerzahler zu seiner Finanzierung genötigt. Stets verweisen die Regierenden auf die apokalyptischen Folgen, die angeblich unweigerlich aus einem Nichteinschreiten des Staates resultieren würden. Unweigerlich ist jedoch nur, dass einige Akteure berechtigterweise erwarten, auch in der Zukunft für unverantwortungsvolles Verhalten keine Verantwortung tragen zu müssen. So werden Finanzinstitute weiterhin zu hohe Risiken auf sich nehmen und Staaten unsolide Haushaltspolitik betreiben.

Unter Verweis auf systemische Risiken wurden in Schieflage geratene Banken und Versicherungen mit finanzieller Unterstützung bedacht. Einige Finanzinstitute seien so eng mit anderen Unternehmen des Finanzsektors verwoben, dass die Insolvenz einer Bank kritischer Grö?e solide Finanzinstitute in Mitleidenschaft ziehen und die Stabilität des Finanzsektors gefährden würde. Unter Ökonomen herrscht bei weitem keine Einigkeit, ob die Too-Big-To-Fail Doktrin die Realität zutreffend beschreibt. Offensichtlich ist jedoch, dass die primär Begünstigten von Bailouts die Gläubiger und Anteileigner der mit Bailouts bedachten Unternehmen sind. Während folglich nicht gesichert ist, dass die finanzielle Unterstützung der gesamten Volkswirtschaft hilft, ist sicher, dass Angehörige des Finanzsektors davon profitieren.

Ähnliche Argumente werden seit mehreren Jahren von Regierenden vorgetragen, wenn sie bemüht sind, die staatliche finanzielle Unterstützung von in Schwierigkeiten geratenen Staaten der Eurozone zu rechtfertigen. Allerdings sind die Begünstigten auch in diesen Fällen insbesondere die Gläubiger und Anteilseigner von Banken und Privatpersonen, die Staaten zu viel Kredit erteilt haben. Anstatt die privaten Gläubiger von Krisenstaaten die vollständigen Kosten ihrer Kreditvergabeentscheidungen tragen zu lassen, werden die Kosten mit Hilfe von verschiedenen Bailout-Vehikeln sozialisiert und auf die Steuerzahler abgewälzt.

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