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Verdeckter Protektionismus: Handelsliberalisierung im Zeitalter nichttarifärer Handelsbarrieren

Über die letzten Jahrzehnte erleichterte der Rückgang des globalen Zollniveaus den Austausch von Gütern über Landesgrenzen hinweg. Begleitet wurde der Zollabbau jedoch von einer Zunahme nichttarifärer Maßnahmen, die dem internationalen Güteraustausch potentiell entgegenstehen. Insbesondere in den Jahren nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 haben Staaten auf nichttarifäre Handelshemmnisse als das Mittel der Wahl zu protektionistischen Zwecken zurückgegriffen. Fortschritte bei der Liberalisierung von Handelsbeziehungen über Staatsgrenzen hinweg sind auch deshalb heute vor allem durch den Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse zu erzielen.

IREF Policy Paper No. 2018-2: Verdeckter Protektionismus Handelsliberalisierung im Zeitalter nichttarifärer Handelsbarrieren

Grenzüberschreitender Handel vorteilhaft

• Der grenzüberschreitende Austausch von Gütern und Dienstleistungen befördert die internationale Arbeitsteilung und so die Produktivität, welche Grundlage wirtschaftlichen Wohlstands ist.
• Der Abbau staatlicher Handelsbarrieren, die dem Schutz inländischer Produzenten dienen, ist der internationalen Arbeitsteilung dienlich und der Erhöhung des wirtschaftlichen Wohlstands zuträglich.

Erfolgreicher Zollabbau der vergangenen Jahrzehnte

• Seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist das durchschnittliche Zollniveau weltweit im Rahmen von GATT, WTO, multilateralen und bilateralen Abkommen sowie unilateralen Bemühungen auf deutlich unter 10 Prozent gesunken.
• Der Abbau von Zollbarrieren erleichterte den Austausch zwischen Handelspartnern über Grenzen hinweg.

Aufstieg nichttarifärer Handelsbarrieren

• Begleitet wurde der Rückbau von Zollbarrieren durch den vermehrten Einsatz zollfremder Handelshemmnisse.
• Heute hemmen insbesondere nichttarifäre Maßnahmen wie Produktstandards, die finanzielle Unterstützung einheimischer Unternehmen durch den Staat sowie Lokalisierungsanforderungen den internationalen Handel.

Handelsliberalisierung durch Abbau nichttarifärer Barrieren

• Früher stand der Zollabbau im Mittelpunkt der Bemühungen zur Handelsliberalisierung. Heute sind Erfolge beim Abbau nichttarifärer Handelsbarrieren entscheidend. Drei Instrumente stehen dafür bereit:
• Multilaterale und bilaterale Abkommen eignen sich zur gegenseitigen Verpflichtung zum Abbau nichttarifärer Handelsbarrieren.
• Unilaterale Handelserleichterungen können zum Vorteil von Konsumenten und Steuerzahlern als Ersatz für stockende mehrseitige Abkommen zum Einsatz kommen.
• Auslaufklauseln für potentiell handelshemmenden Regelungen zwingen zur regelmäßigen Überprüfung derselben und zu einem automatischen Abbau von Barrieren bei Nicht-Erneuerung.

Photo by Shaah Shahidh on Unsplash

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